Die kleine Getreidekunde Korn, Anwendung und Herstellung unter die Lupe genommen

Die kleine Getreidekunde  Korn, Anwendung und Herstellung unter die Lupe genommen

Getreide – das wichtigste Grundnahrungsmittel der Menschheit.

Sei es im Brot, Müsli oder Bier – täglich nehmen wir es zu uns: Getreide.

Doch was wissen wir über dieses wichtige Nahrungsmittel? Als „Getreide“ wird sowohl die Pflanze, als auch das gewonnene Korn bezeichnet. Am weitesten verbreitet sind heute Reis, Weizen und Mais. Ebenfalls zum Getreide gehören aber auch Roggen, Gerste, Hafer, Hirse. Seit Jahrtausenden ist Getreide eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel für den Menschen. Heute wird Weizen in mehr als 80 Ländern angebaut und deckt rund zwanzig Prozent des Kalorienbedarfs der Weltbevölkerung.

Getreide wird vielseitig verwendet, unter anderem als Grundnahrungsmittel für den Menschen, als Viehfutter oder zur industriellen Nutzung.

Unser wertvolles Korn

Die älteste Getreideart ist die Gerste, gefolgt vom Weizen. Kamut ist die Urform des Weizens und wurde bereits im alten Ägypten angebaut. Die frühesten Weizenfunde stammen aus der Zeit zwischen 7800 und 5200 vor Christus. Seitdem hat das Getreide einen wahren Siegeszug erlebt.

Doch welche Eigenschaften hat dieses jahrtausendealte Korn? Das Getreidekorn besteht aus dem großen stärke- und eiweißhaltigen Mehlkörper, dem fetthaltigen Keimling sowie der mineral- und vitaminreichen Schale. Der Keimling ist von Natur aus reich an Nährstoffen wie Eiweiß, Fett, Mineralien sowie den Vitaminen B und E. Angebaut wird Getreide entweder als Sommer- oder als Wintergetreide, abhängig davon, zu welcher Jahreszeit ausgesät wird. Im Herbst ausgesät und im Frühjahr geerntet wird es als Wintergetreide bezeichnet, im Frühjahr ausgesät und im Herbst geerntet wird das Getreide als Sommergetreide anerkannt.

Korn

Quelle: Bild von Bruno/Germany auf Pixabay

Unser Getreide – in Unterarten gegliedert

Die Eigenschaften von Getreide unterscheiden sich nicht nur in der Nutzung und im Gebrauch, sondern auch in ihrem Anbaugebiet und in ihrem individuellen Aussehen. Hinter dem Begriff „Getreide“ verbirgt sich nämlich nicht nur eine Getreidesorte, sondern gleich mehrere:

Weizen – der König des Feldes

Anbausorte: Sommerweizen.

Verwendungszweck: Fein gemahlen wird das Mehl für Brot und Backwaren verwendet.

Grob gemahlen wird es Grieß für Nudeln sowie Grießbrei verwendet.

Gerste – die älteste aller Getreidesorten

Anbausorte: Sommer- und Wintergerste.

Verwendungszweck: aus Gerste wird Malz hergestellt, welches Brauereien für die

Bierherstellung benötigen.

Mais – Ursprung Mexiko

Anbausorte: Sommergetreide.

Mais ist das am häufigsten angebaute Getreide und das weltweit älteste Kulturgetreide.

Verwendungszweck: Dosenmais, Maisstärke, Cornflakes, Popcorn, Polenta, Viehfutter.

Hafer – das gesunde Getreide

Anbausorte: Sommergetreide.

Enthält die meisten Wertstoffe aller Getreidearten.

Verwendungszweck: Mehl oder Grieß aus Hafer, Haferflocken.

Roggen – für die Backstube

Anbausorte: Winterroggen.

Wird im Herbst gesät und im Sommer geerntet.

Verwendungszweck: Roggenbrot, Roggengebäck.

Hirse – voller Tradition

Anbausorte: Sommergetreide.

Ist neben Hafer das Getreide mit dem höchsten ernährungsphysiologischen Wert.

Verwendungszweck: Vogelfutter, Bierherstellung, Grütze, Pferdefutter und Backwaren.

Reis – das Getreide der Asiaten

Wird als Nassreis oder Trockenreis angebaut.

Enthält wichtige Vitamine und beinhaltet unendlich viele Kohlenhydrate.

Ob Basmati Reis, Wildreis oder Naturreis: Reis ist einer der Hauptnahrungsmittel unserer Zeit.

Dinkel – das Urgetreide

Ist anspruchslos und wetterfest.

Unterart des Getreides.

Wichtige Quellen für die Vitamine B1, B3, B6 und E.

Verwendung: Backprodukte und Nudelprodukte.

Tricale – vereint aus zweien das beste

Anbausorte: meist Wintergetreide.

Tricale ist eine Kreuzung aus Weizen und Roggen.

Verwendungszweck: Futtergetreide und Backwaren.

Gesund durch Vollkorn

Kohlenhydrate in Form von Stärke machen Getreideprodukte zu einer wichtigen Energiequelle. Außerdem enthalten sie hochwertiges Protein und liefern viele Vitamine und Mineralstoffe (überwiegend B-Vitamine, Eisen, Zink und Magnesium) sowie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Das gilt besonders für die Vollkornprodukte. Vollkornprodukte sowie Naturreis werden aus dem ganzen Getreidekorn – samt Schale und Keimling– herstellt und sind deshalb besonders reich an den wertvollen Inhaltsstoffen. Im Gegensatz zur Herstellung von Getreideprodukten aus niedrig ausgemahlenen Getreide (z.B. Weißbrot und geschältem Reis). Hierbei wird die Schale und der Keimling entfernt und die wertvollen Inhaltsstoffe gehen weitestgehend verloren.

Vielfalt in Herstellung und Anwendung

Getreide wird gewöhnlich nicht roh verzehrt, sondern zu Getreideerzeugnissen verarbeitet, die wiederum zu einer Vielzahl von weiteren Produkten verarbeitet werden. Getreide wird zunächst zu Getreideerzeugnissen wie beispielsweise Graupen, Grieß, Grütze, Kleie, Mehl oder Stärke verarbeitet. Aus diesen Getreideerzeugnissen werden dann unzähligen Getreideprodukte hergestellt.

Unter Getreideerzeugnissen versteht man sämtliche Produkte aus gereinigtem Getreide, welches stark verarbeitet wurde. Die Verarbeitung erfolgt beispielsweise durch Vorgänge wie mahlen, zerkleinern oder erhitzen. Unter Getreideerzeugnisse fallen Produkte wie Mehle, Backschrot, Grieß, Kleie und Flocken. Dazu gehören außerdem auch Brote, Teigwaren und Nudeln. Den größten Teil des Getreides nehmen wir über Backwaren, Reis und Nudeln auf. Erzeugnisse aus Vollkorn sowie dunklere Mehle sind immer vorzuziehen, da diese die gesamten wertvollen Bestandteile der gereinigten Körner einschließlich des Keimlings enthalten.

Quellen:

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https://www.getreidemuehletest.net/

Komo Fidibus 21 Getreidemühle

Zassenhaus Kornmühle

 

https://klexikon.zum.de/wiki

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